Über das Kipario-Labor

Ein Bildungsraum für die Erforschung bewusster Bewegung und Körperwahrnehmung.

Bildungskonzept des Bewegungslabors

Kipario ist ein Bildungsprojekt, das sich der Vermittlung von Wissen über Körperbewegung und somatische Wahrnehmung widmet. Wir verstehen Bewegung als erlernbare Fähigkeit, die sich durch Aufmerksamkeit und Praxis verfeinern lässt.

Unser Ansatz basiert auf der Überzeugung, dass Menschen von einem besseren Verständnis ihrer körperlichen Funktionsweise profitieren können. Wir bieten Informationen und Anleitungen, keine Versprechungen oder Garantien.

Bildungskonzept

Somatischer Blick auf Aktivität

Der Begriff "somatisch" bezieht sich auf die innere, subjektive Erfahrung des Körpers. Ein somatischer Ansatz zur Bewegung bedeutet, dass wir uns auf das konzentrieren, was von innen gespürt wird, nicht nur auf die äußere Form.

Diese Perspektive ermöglicht es, Bewegungsmuster zu erkennen, die uns möglicherweise nicht bewusst sind. Durch erhöhte Aufmerksamkeit können wir entdecken, wie wir uns tatsächlich bewegen und welche Alternativen existieren.

Somatische Perspektive

Warum Sanftheit und Kontinuität wichtig sind

Sanftheit ermöglicht Wahrnehmung

Wenn Bewegungen zu schnell oder zu intensiv sind, ist es schwierig, feine Unterschiede in der Ausführung wahrzunehmen. Sanfte Bewegungen schaffen Raum für Aufmerksamkeit.

Kontinuität fördert Integration

Regelmäßige, auch kurze Praktiken sind effektiver für das Lernen neuer Bewegungsmuster als sporadische intensive Sessions. Das Nervensystem braucht Zeit und Wiederholung.

Respekt für individuelle Grenzen

Jeder Körper ist unterschiedlich. Ein sanfter Ansatz respektiert aktuelle körperliche Zustände und vermeidet das Forcieren von Bewegungen, die unangenehm sind.

Nachhaltigkeit der Praxis

Ein Ansatz ohne Überforderung ist langfristig eher durchhaltbar. Die Entwicklung von Bewegungskultur ist ein kontinuierlicher Prozess, kein kurzfristiges Projekt.

Bewegung als Werkzeug der Selbstbeobachtung

Bewegung kann mehr sein als körperliche Aktivität. Sie kann ein Mittel zur Selbsterkundung werden, wenn wir sie mit Aufmerksamkeit ausführen.

Durch das Beobachten, wie wir uns bewegen, lernen wir über unsere Gewohnheiten, Präferenzen und Muster. Diese Informationen können nützlich sein, um bewusstere Entscheidungen über unsere körperliche Aktivität zu treffen.

Selbstbeobachtung durch Bewegung

Rolle der Instruktoren für Körperwahrnehmung

Die Instruktoren im Kipario-Labor sind ausgebildet in somatischer Bewegungspädagogik und Körperwahrnehmung. Ihre Rolle ist die eines Bildungsbegleiters, nicht eines Behandlers.

Sie bieten Anleitungen für Bewegungsexperimente, teilen Wissen über Bewegungsprinzipien und unterstützen Teilnehmende dabei, ihre eigene Körperwahrnehmung zu entwickeln. Sie stellen keine Diagnosen und geben keine medizinischen Ratschläge.

Der Fokus liegt auf Bildung und der Vermittlung von Werkzeugen, die Menschen selbstständig nutzen können.

Instruktoren

Integration von Praktiken ins tägliche Leben

Das ultimative Ziel ist nicht, mehr Zeit mit speziellen Übungen zu verbringen, sondern Bewegungsprinzipien in alltägliche Aktivitäten zu integrieren.

Wenn wir verstehen, wie koordinierte Bewegung funktioniert, können wir dieses Wissen auf alles anwenden: vom Tragen von Einkaufstaschen bis zum Arbeiten am Computer. Die Grenze zwischen "Übung" und "Leben" wird durchlässiger.

Dies bedeutet nicht, dass formale Praktiken unwichtig sind. Sie bieten einen geschützten Raum zum Lernen und Experimentieren. Aber der wahre Wert zeigt sich in der Qualität unserer alltäglichen Bewegungen.

Wichtiger Hinweis: Die auf dieser Website geteilten Informationen dienen ausschließlich Bildungszwecken. Sie ersetzen keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Fragen wenden Sie sich bitte an qualifizierte medizinische Fachkräfte.

Möchten Sie mehr erfahren?

Kontaktieren Sie uns für weitere Informationen über unsere Bildungsangebote.

Kontakt aufnehmen